Android-Akku schonen
Die wirksamen Maßnahmen sind wenige, und zwei davon kosten dich etwas: Energiesparmodus und intelligenter Akku verzögern Benachrichtigungen. Das sollte man wissen, bevor man sich wundert, warum Nachrichten erst beim Entsperren ankommen.
Schnell-Check
- „Einstellungen“ › „Akku“ › „Energiesparmodus“ — am besten mit Zeitplan.
- Intelligenten Akku eingeschaltet lassen, wichtige Apps gezielt ausnehmen.
- Gerät kühl halten: Ein heißer Akku entlädt sich auch ungenutzt schneller.
Vorweg: Hersteller kochen eigene Süppchen
Google selbst weist darauf hin, dass die Akkulaufzeit vom Gerätetyp abhängt und manche Einstellungen nur auf der Supportseite des Herstellers zu finden sind. Die Pfade unten stimmen auf Pixel-Geräten und den meisten Android-Oberflächen; bei Samsung, Xiaomi oder Motorola heißen die Punkte teils anders. Such im Zweifel in den Einstellungen nach „Akku“.
1. Energiesparmodus — am besten mit Zeitplan
Der größte Einzelhebel, und er lässt sich automatisieren, statt ihn jedes Mal von Hand einzuschalten.
- „Einstellungen“ öffnen.
- Auf „Akku“ und dann auf „Energiesparmodus“ tippen.
- Einen Zeitplan festlegen — oder „automatisch deaktivieren“ wählen, damit er beim Laden von selbst wieder ausgeht.
Was der Modus tut: Er aktiviert das dunkle Design und schränkt Hintergrundaktivitäten ein. Der Preis steht dazu — bei manchen Apps, Effekten und Netzwerkverbindungen kann es zu Verzögerungen kommen. Wenn du also Benachrichtigungen vermisst, ist das hier eine der Ursachen. Mehr dazu in Benachrichtigungen kommen nicht an.
Auf Galaxy-Geräten findest du den Verbrauch und die verbleibende Nutzungsdauer unter „Einstellungen“ › „Akku und Gerätewartung“ › „Akku“.
2. Intelligenten Akku eingeschaltet lassen
Ist er aktiv, werden selten genutzte Apps seltener ausgeführt. Das Gerät lernt mit der Zeit dein Nutzungsverhalten. Zu finden unter „Einstellungen“ › „Akku“ › „Energiesparmodus“ › „Intelligenter Akku“.
Auch hier der ehrliche Zusatz von Google: Die Funktion kann die Leistung verringern oder Benachrichtigungen verzögern. Bei Apps, deren Nachrichten dir wichtig sind, nimm sie gezielt von den Einschränkungen aus, statt die ganze Funktion abzuschalten.
3. Das Gerät kühl halten
Das ist der Punkt, der langfristig am meisten bringt. Google formuliert es deutlich: Ein heißer Akku entlädt sich spürbar schneller — auch dann, wenn das Gerät gar nicht benutzt wird. Besonders ungünstig ist Überhitzung bei vollem Akku.
Also nicht in der Sonne, nicht im Auto, nicht unterm Kopfkissen laden. Wird dein Gerät ohne ersichtlichen Grund warm, siehe Android-Handy wird heiß.
4. Beim Ladegerät nicht sparen
Auch das steht so bei Google: Mit fremden Netzteilen oder Ladegeräten lädt dein Smartphone unter Umständen langsamer oder gar nicht — und Gerät oder Akku können dabei beschädigt werden. Im Zweifel beim Hersteller nachsehen, welches Ladegerät für dein Modell vorgesehen ist.
5. Display und Verbindungen
Das Display ist bei fast jedem Gerät der größte Verbraucher. Reduzier die Helligkeit oder aktivier die adaptive Helligkeit, die sich am Umgebungslicht orientiert. Auf OLED-Displays spart ein dunkles Design zusätzlich. Und vermeide unnötig lange eingeschaltete Bildschirme — eine kurze Zeitspanne bis zum automatischen Sperren wirkt mehr, als man denkt.
Wenn der Akku trotzdem rapide leer wird
Dann ist es kein Einstellungsthema, sondern ein Problem mit einer bestimmten App oder dem System. Die Fehlersuche steht in Android Akku schnell leer — dort geht es darum, den Verursacher zu finden, statt allgemein zu sparen.
Wenn nichts hilft
Ein Akku ist ein Verschleißteil. Lässt die Laufzeit nach Jahren deutlich nach, stellt sich die größere Frage: Wann lohnt sich ein neues Handy? — ein Akkutausch ist dort oft die günstigere Antwort als ein Neukauf.
Wird dein Akku plötzlich schnell leer statt allmählich, geht es um Fehlersuche statt Sparen: Android Akku schnell leer. Kommen gleichzeitig Nachrichten verspätet an, hilft Benachrichtigungen kommen nicht an.