Android lädt nicht
In den allermeisten Fällen liegt es nicht am Handy, sondern an einem der drei Teile davor: Kabel, Netzteil oder Steckdose. Kabel sind Verschleißteile und gehen innen kaputt, ohne dass man außen etwas sieht. Deshalb lohnt es sich, diese drei Dinge sauber durchzutesten, bevor du an einen Defekt denkst – das dauert fünf Minuten und erspart oft den Weg in die Werkstatt.
Schnell-Check
- Lade ein anderes Gerät mit demselben Netzteil und Kabel. Geht das auch nicht, hast du den Schuldigen.
- Prüf, ob der Stecker wirklich fest sitzt – am Handy und am Netzteil.
- Sieh in den Anschluss: Staub und Fusseln sind eine der häufigsten Ursachen.
Der Reihe nach ausschließen
- Netzteil und Kabel: Lade ein anderes Gerät damit. Funktioniert es dort, liegt es nicht am Zubehör.
- Steckdose: Schließ eine Lampe an oder nimm eine andere Dose. Mehrfachsteckdosen mit Schalter sind eine erstaunlich häufige Fehlerquelle.
- Anderes Kabel, anderes Netzteil: Erst wenn beides getauscht ist und nichts passiert, kommt das Handy in Verdacht.
- Hülle abnehmen: Dicke Hüllen halten den Stecker manchmal so weit auf Abstand, dass der Kontakt nicht zustande kommt.
Der Anschluss ist voller Fusseln
Der USB-C-Anschluss sammelt in der Hosentasche über Monate Flusen, die sich vorn zu einem festen Pfropf verdichten. Das Kabel rastet dann noch ein, hat aber keinen Kontakt mehr.
Google beschreibt den sicheren Weg: Schalt das Gerät aus und klopf es mit dem Anschluss nach unten vorsichtig gegen deine Handfläche.
Nichts in den Anschluss stecken. Büroklammer, Nadel oder Zahnstocher verbiegen die Kontakte im Inneren – daraus wird aus einem verschmutzten Anschluss ein defekter. Bekommst du den Schmutz nicht heraus, ist das ein Fall für den Fachbetrieb.
Die Meldung „Ladezubehör prüfen“
Erscheint diese Benachrichtigung, hat dein Gerät das Zubehör selbst als problematisch erkannt: Kabel oder Netzteil sind beschädigt oder werden nicht unterstützt. Das führt laut Google dazu, dass gar nicht oder nur sehr langsam geladen wird. Mit passendem Kabel und Netzteil verschwindet die Meldung.
Feuchtigkeit im Anschluss
Meldet dein Gerät Flüssigkeit oder Fremdkörper im USB-Anschluss, lädt es aus Sicherheitsgründen nicht weiter. Schalt es aus, leg es auf eine ebene Fläche und lass es bei Raumtemperatur trocknen. Kein Föhn, kein Reis, keine Heizung. Bleibt die Meldung zwei Stunden oder länger, ist der Hersteller-Support dran.
Wenn das Gerät ganz tot wirkt
Lädt und reagiert es überhaupt nicht mehr, kann der Akku tiefentladen sein. Häng es an eine funktionierende Steckdose und warte eine Minute:
- Ein Akkusymbol bedeutet: Es ist nur ausgeschaltet und lädt.
- Ein rotes Licht bedeutet: Der Akku ist vollständig entladen. Blinkt es, reicht die Ladung noch nicht zum Einschalten – dann mindestens 30 Minuten laden, bevor du es erneut versuchst.
- Weder Symbol noch Licht? Dann kann auch das Display die Ursache sein – dazu steht mehr unter Android startet nicht.
Langsam laden ist nicht dasselbe wie nicht laden
Wenn das Gerät lädt, nur quälend langsam, ist meist die Leistung des Netzteils zu gering. Google nennt für Pixel-Geräte USB-PD-Netzteile ab 15 Watt, für die volle Geschwindigkeit 30 Watt mit PPS. Auch am Computer-USB-Anschluss dauert es deutlich länger als an der Steckdose. Und beim kabellosen Laden bremsen Metall- oder Magnetzubehör auf der Rückseite den Vorgang spürbar.
Wenn nichts hilft
Nach getauschtem Kabel, getauschtem Netzteil, anderer Steckdose und gereinigtem Anschluss bleibt ein Hardwaredefekt: Buchse oder Akku. Ist der Anschluss sichtbar verbrannt, geschmolzen oder verrostet, geh direkt zum autorisierten Reparaturpartner und prüf vorher deinen Garantieanspruch.
Sicherheitshinweis: Wölbt sich die Rückseite, hebt sich das Display an oder wird das Gerät beim Laden ungewöhnlich heiß, lade es nicht weiter und öffne es nicht selbst. Solche Akkus gehören in einen Fachbetrieb.
Lädt dein Gerät zwar, ist aber trotzdem ständig leer? Dann liegt es nicht am Kabel – so findest du den Verbraucher.