Smartphone-Einstieg: die zehn wichtigsten Einstellungen
Wer ein neues Smartphone einrichtet, stellt zuerst meist das ein, was auffällt — Klingelton, Hintergrundbild, Schriftgröße. Die Einstellungen, die im Ernstfall zählen, kommen erst viel später oder gar nicht. Diese Liste dreht die Reihenfolge um. Sie ist als Begleitmaterial für Kurse gedacht, funktioniert aber genauso allein.
Zu jedem Punkt steht, warum er wichtig ist — das ist im Kurs meist die eigentliche Hürde. Die ausführliche Anleitung mit den genauen Menüpfaden steht jeweils im verlinkten Artikel, getrennt nach iPhone und Android.
Zuerst: Sicherheit
1. Displaysperre einrichten
Warum zuerst: Ohne PIN, Muster oder Passwort greift bei Verlust fast keine Schutzfunktion.
Bei Android ist eine Displaysperre sogar Voraussetzung dafür, dass das Gerät über das Suchnetzwerk gefunden werden kann, wenn es offline ist. Wer sie auslässt, verliert diese Möglichkeit still.
2. Ortung prüfen — und einmal testen
Warum: Lässt sich nach dem Verlust nicht mehr einschalten.
Der Test dauert eine Minute: icloud.com/find beziehungsweise android.com/find im Browser aufrufen und schauen, ob das Gerät dort auftaucht. Details in Handy-Verlust: so bereitest du dich vor.
3. Backup-Codes für die Zwei-Faktor-Anmeldung anlegen
Warum: Ohne sie sperrt ein verlorenes Handy dich aus dem eigenen Konto aus.
Der Kreisschluss, an dem die meisten scheitern: Zum Orten braucht man das Konto, zum Anmelden im Konto das Handy. Die Codes gehören an einen Ort, an den man ohne Telefon kommt.
4. Notfallkarte ausfüllen
Warum: IMEI, Kundennummer und Sperr-Hotline stehen sonst nur auf dem Gerät, das gerade fehlt.
Fertige Vorlage zum Ausdrucken: Notfallkarte bei Handyverlust.
Dann: Aktualität
5. Automatische Updates einschalten
Warum: Sicherheitslücken werden über Updates geschlossen, nicht über Virenprogramme.
Anleitungen: iOS-Update installieren und Android-Update installieren.
6. Prüfen, ob das Gerät überhaupt noch Updates bekommt
Warum: Ein Gerät ohne Sicherheitsupdates läuft weiter, wird aber mit jedem Monat angreifbarer.
Besonders relevant bei geschenkten oder gebraucht gekauften Geräten. Wie man das herausfindet, steht in Wann lohnt sich ein neues Handy?
7. Backup einrichten und einmal kontrollieren
Warum: Ein Backup, das seit Monaten abbricht, ist kein Backup.
Wichtig ist nicht das Einschalten, sondern der Blick auf das Datum der letzten Sicherung. Bei WhatsApp gilt das gesondert: WhatsApp-Backup funktioniert nicht.
Zuletzt: Kontrolle über das Gerät
8. App-Berechtigungen durchgehen
Warum: Viele Apps fragen Standort, Mikrofon oder Kontakte ab, ohne sie zu brauchen.
Schneller als App für App: der Berechtigungsmanager. Er beantwortet die umgekehrte Frage — welche Apps dürfen überhaupt ans Mikrofon? App-Berechtigungen prüfen und ändern.
9. Benachrichtigungen bewusst einstellen
Warum: Zu viele Meldungen führen dazu, dass wichtige übersehen werden.
Und wenn umgekehrt gar nichts ankommt, liegt es auf Android meist an einer Energiesparfunktion, nicht an der App: Benachrichtigungen kommen nicht an.
10. Eine Grundregel gegen Betrugsnachrichten
Warum: Der häufigste Schaden entsteht nicht durch Technik, sondern durch einen Klick.
Die Regel ist kurz genug, um sie sich zu merken: Keine Links aus SMS, E-Mails oder Messenger-Nachrichten anklicken, die zu einer Anmeldung auffordern. Stattdessen die App oder die Adresse selbst öffnen. Weder Apple noch Google noch eine Bank fragen per Nachricht nach Passwort oder Bestätigungscode.
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